Holtenauer Geschichte

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Eine moderne Form von Wegelagerei?

Die Parkplatzsituation im Gebiet der Gravensteiner Straße - Jaegerallee hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr zugespitzt. Gerade an jenen Tagen, an denen viele Besucher/Mitglieder des TuS Holtenau hier ebenfalls einen Parkplatz suchen, ist es für die Anwohner nahezu aussichtslos in der Nähe freie Parkmöglichkeit zu finden.

Zwar haben es die Anwohner in den vergangenen Jahren immer wieder erlebt, dass für kurze Zeiträume Unmengen von Strafzetteln verteilt wurden, doch war man sich sicher, dass hier wohl ein neuer — evtl. übereifriger — Mitarbeiter eingesetzt wurde. Wusste man ja, dass die Knöllchenflut nach ein paar Tagen wieder abschwellen würde. In Zeiten knapper Kassen scheint man sich jedoch gezwungen zu sehen, hieraus einen Dauerzustand zu machen, ist doch möglicherweise der zu erwartende Geldbetrag bereits fest verplant.

Besonders ärgerlich empfinde ich die Strafzettel für die auf der Nordseite zwischen den breiten Linden parkenden Autos, denn wenn es auch einzusehen ist, daß hier so viel Platz gelassen werden sollte, daß man zwischen den parkenden Autos und den Hecken bzw. Zäunen der anliegenden Grundstücke mit einem Kinderwagen oder auch einem Rollstuhl hindurch schieben kann, so sind doch wohl eher die hier wachsenden Linden der limitierende Faktor.

Da man die langen an den Füßen der Lindenbäume sprießenden Triebe erst vor wenigen Tagen entfernt hat, scheint man sich seitens der Behörden vorher auch keine Gedanken hinsichtlich der Begehbarkeit des Bürgersteiges gemacht zu haben …

Es scheint auch vorzukommen, daß Pkws abgeschleppt werden, wenn sie nach Erhalt des ersten "Knöllchens" nicht woanders geparkt wurden.

Es wäre interessant zu erfahren, mit welcher Höhe diese "Einnahmen" von der Stadt im Haushalt eingeplant sind bzw.ob es hier Bestrebungen gibt, diesen Prozentsatz zu erhöhen!

Zu der oben aufgeworfenen Frage nach einer Bewohnerparkzone schreibt die Stadt Kiel im Internet Folgendes:

"In Kiel gibt es seit den 90-er Jahren Bewohnerparkzonen (früher: Anwohner­parkzonen), die mit dem Ziel eingerichtet wurden, die angepannte Parksituation in den Quartieren zu entschärfen, in denen es durch Einzelhandel, Gewerbe oder Freizeitmöglichkeiten zu einer Überlagerung der Parkplatzbedarfe von Bewohnern und Quartiersfremden kommt.

Dies äußert sich dann darin, dass mangels privater Stellflächen und aufgrund eines erheblichen allgemeinen Parkdrucks die Bewohner dieser Quartiere regelmäßig in fußläufig zumutbarer Entfernung von ihrer Wohnung keinen Stellplatz für Ihr Kraftfahrzeug finden. Besonders in den Wohngebieten der Innenstadt, aber auch in Wohngebieten in der Nähe großer Verkehrserzeuger (Sport- und Freizeitstätten, Bildungseinrichtungen, Einzelhandelszentren etc.) stellt sich die Situation als konfliktreich dar."

p.s.

Vor einigen Tagen fand mal wieder eine der Holtenauer Laufveranstaltungen statt und es war am Abend unmöglich, einen Parkplatz in der Nähe zu finden, parkten doch die Autos bis in die Oskar-Kusch-Straße.


© Bert Morio 2016 — Zuletzt geändert: 17-04-2019 08:28

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