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Die Lage in der geschützten Kieler
Förde brachte auch den Holtenauern einen gewissen Schutz vor den
Unbilden des Wetters. Holtenau liegt größtenteils etliche Meter
über dem Meeresspiegel und auch die umliegenden Wälder boten einen
gewissen Schutz vor Stürmen.
Die letzte Windhose, die Holtenau traf, beschädigte im Oktober 1971 das Haus Nr. 50 in der Richthofenstraße.
Abb.:
Das Bauernhaus nach Beschädigung durch eine Windhose im Oktober
1971. [Magnussen, Friedrich (1914-1987)-(CC BY-SA 3.0 DE)]
Nicht nur an der Nordsee muß mit Sturmfluten gerechnet werden, auch Kiel wurde bereits mehrmals von schweren Sturmfluten getroffen — insbesondere die Sturmflut von 1872. Dabei wirkt die Ostsee wie eine große Badewanne, in der die Wassermassen von einem Ende zum anderen schwappen:
Wird viel Wasser durch einen südwestlichen Sturm nach Nordosten gedrückt und kommt es nach dem Abflauen dieses Sturms zu einem Zurücklaufen des Wassers Richtung Kieler Bucht, kann dieser Effekt noch verstärkt werden, wenn dies durch einen starken Nordoststurm unterstützt wird. In Holtenau ist vom Hochwasser insbesondere das Gebiet des Tiessenkais betroffen.
Holtenau ist wegen seiner engen Beziehungen zur Schifffahrt von den regelmäßig auftretenden Vereisungen der Ostsee und des Nordostseekanals besonders betroffen. Insbesondere der Eiswinter 1928/29 ist den Holtenauern in lebhafter Erinnerung geblieben, führte er bei den beschäftigungslos gewordenen Holtenauer Lotsen nicht zuletzt zur Gründung des Lotsengesangsvereins Knurrhahn.
Siehe auch:
© Bert Morio — Zuletzt geändert: 11-12-2021