Holtenauer Geschichte

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Der Ingenieur Friedrich Voß

Nachdem man als Ersatz für die Prahmdrehbrücke bei Holtenau Pläne für eine Dampf- oder Schwebefähre verworfen hatte, beschäftigte sich die Kanalkommission ab Mitte 1908 mit der Idee einer Hochbrücke bei Holtenau.

Friedrich Voß Abb.: Der Ingenieur Friedrich Voß.

Der Bau der Prinz-Heinrich-Brücke nach Plänen des seit 1908 als Leiter des Brücken­bauamtes des Kaiserlichen Kanalamtes tätigen Ingenieurs Dr. Friedrich Voß (*1872, †1953), die völlig von der Konstruktion beispielsweise der Levensauer- oder Grünenthaler Hochbrücke mit ihren riesigen stützenden Bögen abwich, wurde im September 1909 mit den Gründungen begonnen und 1911 nahezu vollendet.

Prinz-Heinrich-Brücke Abb.: Prinz-Heinrich-Brücke und Prahmdrehbrücke. Die Hochbrücke war so konstruiert, daß sie einem möglichen feindlichen Beschuß durch eine feindliche Flotte standhalten konnte.

Es handelte sich um eine so genannte Fachwerkbrücke, wie auch die ebenfalls von Voß für den Kaiser-Wilhelm-Kanal konstruierten Hoch­brücken in Rendsburg und Hochdonn.

Mir wurde als Kind noch die Mär erzählt, der Erbauer der Prinz-Heinrich-Brücke hätte sich aus Angst davor, seine Konstruktion der Rendsburger Hochbrücke könne einstürzen, umgebracht. Dazu schreiben auch die Kieler Nachrichten zu seinem 30jährigen Todestag:

Aber immer noch pflanzt sich die Legende in verschiedenen Publikationen fort, die besagt, daß Dr. Voß bei der Einweihung der Rendsburger Hochbrücke im Jahr 1913 Selbstmord begangen habe aus Angst, daß sein Werk nicht vollständig gelungen sei.1

Siehe auch:

© Bert Morio 2016 — Zuletzt geändert: 16-05-2020

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  1. Kieler Nachrichten: Dr. Ing. Friedrich Voß: Er starb 40 Jahre nach seinem Selbstmord, 3.3.1983.